Schadenfreiheitsklasse: Bedeutung für die Kfz-Versicherung

Auch bekannt als: Schadenfreiheitsklassen, SF-Klasse, SFK

Die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) ist eine Einstufungskategorie in der Kfz-Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung, die sich nach der Anzahl der unfallfrei durchfahrenen Versicherungsjahre richtet. Jede Klasse ist mit einem Beitragssatz verknüpft: Je länger ein Fahrzeughalter unfallfrei fährt, desto höher in der Regel die SF-Klasse und desto günstiger der Beitragssatz der Versicherungsprämie.

Eine Rückstufung in eine niedrigere Klasse erfolgt nur, wenn die eigene Versicherung für den Schaden eintritt – etwa die eigene Kaskoversicherung oder, bei einem selbstverschuldeten Unfall, die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung. Wird ein Haftpflichtschaden dagegen über den Direktanspruch nach § 115 VVG gegenüber der gegnerischen Haftpflichtversicherung geregelt, bleibt die eigene SF-Klasse unberührt, da die eigene Versicherung nicht in Anspruch genommen wird. Die konkrete Einteilung der Klassen und der zugehörigen Beitragssätze legt jeder Versicherer in seinen eigenen Tarifbestimmungen fest und unterscheidet sich daher von Anbieter zu Anbieter.

Verwandte Begriffe

Häufig gestellte Fragen

Was ist die Schadenfreiheitsklasse?

Eine Einstufungskategorie in der Kfz-Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung, die sich nach der Anzahl unfallfrei durchfahrener Versicherungsjahre richtet und den Beitragssatz der Prämie bestimmt.

Führt jeder Unfall zu einer Rückstufung?

Nein. Eine Rückstufung erfolgt nur, wenn die eigene Kasko- oder, bei Eigenverschulden, die eigene Haftpflichtversicherung für den Schaden zahlt. Wird der Schaden direkt gegenüber der gegnerischen Haftpflichtversicherung geltend gemacht, bleibt die eigene SF-Klasse unberührt.

Erholt sich die Klasse nach einer Rückstufung wieder?

Mit jedem weiteren unfallfrei durchfahrenen Versicherungsjahr steigt die Klasse in der Regel wieder, bis die vorherige Einstufung erreicht ist.

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